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Montag, 08.10.2018

Aktuelle Pressemitteilung

Einladung zum 4. Treffen des Arbeitskreises Cyber Security

Am aktuellen Beispiel des Denial-of-Service Angriffs auf den Energiekonzern RWE zeigt sich, wie wichtig der Fokus der Unternehmen auf den Themenbereich Cyber Security ist.

Zur Sensibilisierung bezüglich Gefahren und Bedrohungen und zur Auslotung von Möglichkeiten, wirtschaftlichen Schäden vorzubeugen, lädt das Competence Center des Business Campus Lahn zum 4. Treffen des Arbeitskreises Cyber Security ein.

 

Timo Keim vom Landesamt für Verfassungsschutz (LfV)
gibt am 05.12.2018 ab 17 Uhr im Nassauer Hof in Limburg
einen Überblick über das aktuelle „Lagebild zur Cyber Security“.

 

Das Competence Center beteiligt sich seit 2017 mit dem Arbeitskreis Cyber Security an der Diskussion über aktuelle Herausforderungen in diesem Bereich. Ziel ist es, Basis und Gesprächsplattform für Information und Vernetzung für Experten und Interessierte aus der Region zu sein. Jedes Treffen wird durch einen oder zwei Impulsvorträge eröffnet, gefolgt von Debatte und Erfahrungsaustausch über brisante und drängende Themen.

Anmelden können sich IT-Sicherheitsexperten sowie IT-Security-Interessierte aus Unternehmen in der Region bis zum 28.11.2018 unter info@business-campus-lahn.de. Weitere Informationen finden Sie unter http://www.business-campus-lahn.de/arbeitskreis-cyber-security/.

Ansprechpartnerin:
Business Campus Lahn GmbH
Birte Ray
Fon: +49 6431 280 760
E-Mail: info@business-campus-lahn.de

Donnerstag, 06.04.2017

2. Treffen des Arbeitskreises Business Continuity Management

Am 06.04. fand das 2. Treffen des Arbeitskreises Business Continuity Management (BCM) in Limburg statt. Matthias Leimpek, wissenschaftlicher Direktor des Business Campus Lahn, konnte zahlreiche Interessierte BCM-Verantwortliche in Limburg begrüßen

Um auf Krisen wie Systemausfälle, Pandemien, Feuer oder auch Naturkatastrophen vorbereitet zu sein, ist es unerlässlich für Unternehmen ein Business Continuity Management zu entwickeln. Eine Notfallplanung verhindert, dass kritische Geschäftsaktivitäten zum Erliegen kommen und die Funktionsfähigkeit trotz eines Schadens sichergestellt ist. BCM ist ein ganzheitlicher Managementprozess.

Unternehmen, die sich mit Hilfe eines BCM auf die Bewältigung von Schadensereignissen vorbereiten, erholen sich zwei bis drei Mal schneller als solche, die keine entsprechende Planung haben.

Herr Rui de Almeida (Lufthansa AirPlus Servicekarten GmbH, Frankfurt) stellte in seinem Vortrag zunächst die Grundsätze der Business Impact Analyse (BIA) vor. Die BIA dient der Identifikation von geschäftskritischen, kritischen und unkritischen Prozessen, gemessen an der Recovery Time Objective (RTO) und deren Auswirkungen auf Prozesse in finanzieller, regulatorischer, reputativer und operativer Hinsicht. Hierauf aufbauend erfolgt die Feststellung einer angemessenen Wiederherstellungsstrategie und die Entwicklung von Wiederanlaufplänen. Herr de Almeida berichtete von eigenen Erfahrungen aus organisationsorientierter versus prozessorientierter BIA. In der Schlussfolgerung zeigte er auf, dass es viele Möglichkeiten gibt, in welcher Richtung die BIA in einer Matrix Organisation durchgeführt werden kann. Es kann nicht pauschal entschieden werden, welche Vorgehensweise in einem Unternehmen besser funktioniert, Vor- und Nachteile müssen abgewogen werden. Und er machte Mut, dass manchmal die Versuchs-und-Irrtums Methode der korrekte Weg nach vorne ist.

In ihrem Impulsvortrag „Krisenmanagement – Awareness bis in die Ebene der Geschäftsleitung“ verdeutlichte Annekathrin Enke (PricewaterhouseCoopers GmbH WP) die Verantwortlichkeiten und Aufgaben der Geschäftsleitung im Krisenmanagement als Teil des Business Continuity Management. Weiterhin stellte sie verschiedene Möglichkeiten vor, wie ein Unternehmen zu Awareness im Themenkomplex Krisenmanagement gelangt und welche dedizierten Maßnahmen getroffen werden können. Beispielhaft ging Frau Enke hierbei vertiefend auf Krisenmanagementübungen ein. Diese bieten vielseitige und flexible Anknüpfungspunkte für Awarenessmaßnahmen, welche es aufgrund ihrer Skalierbarkeit ermöglichen, gezielt verschiedene Stakeholder anzusprechen, einzubinden und somit Awareness bis in die Ebene der Geschäftsleitung zu schaffen.

Während der Vorträge nutzten die Teilnehmer des Arbeitskreises vielfältig die Möglichkeiten Fragen zu stellen, aus eigenen Erfahrungen zu berichten oder sich nach konkreten Beispielen zu erkundigen. Im Anschluss an die Veranstaltung erfolgt bei einem Imbiss ein reger Gedankenaustausch.

Der Business Campus Lahn hat den Arbeitskreis am 26. August 2016 ins Leben gerufen. Der Arbeitskreis setzt sich aus Business Continuity Managern und BCM Interessierten zusammen.

Der Arbeitskreis trifft sich in regelmäßigen Abständen. Neue Mitglieder sind jederzeit willkommen!

Ansprechpartner:
Business Campus Lahn GmbH
Christin Zmeck
Fon: +49 6431 28076 0
E-Mail: info@business-campus-lahn.de

Dienstag, 22.03.2017

Aktuelle Pressemitteilung

Die Herausforderungen der Digitalisierung meistern

Business Campus Lahn startet 1. Zertifikatslehrgang zum „Digital Business Manager“

Die Herausforderungen der Digitalisierung sind fundamental und revolutionär. Alle Bereiche und Prozesse eines Unternehmens sind von dieser Entwicklung betroffen. Für Unternehmen bieten sich hier enorme Risiken, aber auch viele Chancen. Eine Schlüsselkompetenz liegt in der Qualifizierung der Mitarbeiter. Die Verantwortlichen des Business Campus Lahn (BCL) haben dies erkannt und einen neuen Zertifikatslehrgang zum Thema „Digital Business Management“ initiiert. „Neben der Fachkompetenz rücken persönliche Kompetenzen, wie Flexibilität und Agilität, d.h. auch ein permanentes Anpassen an die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen beim Mitarbeiter in den Vordergrund.“, erläutert Matthias Leimpek, Wissenschaftlicher Direktor des Institute of Sales Management and Entrepreneurship am BCL die Motivation für dieses Zertifikatsstudium. „Dadurch verändern sich nicht nur Prozesse, sondern auch Führungskulturen. Unser Zertifikatsstudium verbindet deshalb beide Aspekte und befähigt die Teilnehmer, das Unternehmen sowohl prozessual als auch auf Mitarbeiterebene in die digitale Welt zu führen und permanent weiterzuentwickeln. Die beiden Dozenten Professor Dr. Werner Stork von der Hochschule Darmstadt und Alfred Burkhart legen deshalb den Schwerpunkt auf die Neuausrichtung der Kompetenzen im digitalen Arbeitsumfeld.“, beschreibt Leimpek das neue Angebot.

Was erwartet die Teilnehmer?

Das Zertifikatsstudium „Digital Business Management“ gliedert sich in zwei Teile.

Das 1. Seminar beschäftigt sich mit dem „Digital Business Modelling“. Die Teilnehmer lernen die Basis digitaler Geschäftsmodelle kennen und entwickeln individuelle Transformationsansätze für das eigene Unternehmen.

Teil zwei widmet sich dann der digitalen Revolution rund um das Thema „Führung“. Wie entwickele ich digitale Führungskompetenz, wie verändert die Digitalisierung die Arbeitswelt sind nur einige Bausteine dieses 2. Seminars.

Mit erfolgreichem Abschluss der Prüfung des 6-monatigen Zertifikatsstudiums erhalten die Teilnehmer das Zertifikat „Certified Digital Business Manager“ der Allensbach University.

„Die Studienzeiten erfolgen vorwiegend im Selbststudium, so dass die Teilnehmer ihren Unternehmen weiterhin zur Verfügung stehen. Für mich ein weiterer Pluspunkt dieses Lehrgangs.“, so Leimpek abschließend.

Der 1. Zertifikatsstudiengang „Digital Business Management“ beginnt am 26. April 2017. Die genauen Termine sind auf www.business-campus-lahn.de ersichtlich.

Das Unternehmen:

Der Business Campus Lahn (BCL) ist ein privater Hochschulstudienanbieter mit Sitz in Brechen. Der BCL bietet ein flexibles Studienformat. Die höchst flexible und individuelle Gestaltung des Studienablaufs richtet sich an den Bedürfnissen der Studierenden bzw. der entsendenden Unternehmen aus. Das Leistungsangebot des BCL umfasst Zertifikatsstudiengänge, Bachelorstudiengänge, Masterstudiengänge und Präsenzseminare.

Als Allensbach University – Competence Center für Information Risk Management besitzt der Business Campus Lahn zudem eine Expertise im Bereich Risikomanagement. Regelmäßig werden Events veranstaltet, bei denen sich Fachexperten und Fachinteressierte mit aktuellen Herausforderungen der Wirtschaft und Gesellschaft auseinandersetzen.

Montag, 03.10.2016

Vorstellung Matthias Leimpek, Leiter des Institute of Sales Management and Entrepreneurship

Matthias Leimpek, Bankkaufmann, Organisator und Bankbetriebswirt, ist seit Juli 2009 Inhaber der Matthias Leimpek Unternehmensberatung.

Er konzentriert sich auf Existenzgründungen, Prozessoptimierungen sowie die Beratung von Kommunikations- und Marketingdienstleistern.

Seine Ausbildung zum Bankkaufmann beendete er 1990 bei der Limburger Volksbank eG.  In den folgenden 10 Jahren seiner genossenschaftlichen Tätigkeit absolvierte er diverse berufsbegleitende Fach- und Managementausbildungen u.a. zum Bankorganisator und zum Genossenschaftlichen Bankbetriebswirt. Zuletzt war er bei der Volksbank als Leiter Betrieb und Personal für die Fachbereiche EDV, Organisation, Personalentwicklung, Personalverwaltung, Zahlungsverkehr, Zentrale Dienste und Haustechnik) verantwortlich.

Diese Erfahrungen brachte er anschließend in seine Tätigkeit als Unternehmensberater in leitender Position in verschiedenen Gesellschaften ein.

Er blickt auf 20 Jahre Berater-, Referenten- und Coachingtätigkeit zurück, u.a. mit den Themen Prozessoptimierung, Kosten- und Qualitätsmanagement.

Im Dezember 2015 gründete er den Business Campus Lahn. Um das Leistungsangebot zu erweitern und um seine Expertise im Vertrieb und Betreuung von Gründern einzubringen, gründete er unter dem Business Campus Lahn, das Institute of Sales Management and Entrepreneurship.

„Erfolg wächst nicht aus dem Misserfolg von gestern, sondern aus der Stärke von heute und der Vision für morgen.“

 

 

Donnerstag, 22.09.2016

Bona Azubi-Tag am Business Campus Lahn

Für die eigenen Nachwuchskräfte einen besonderen Tag gestalten, an dem sie ihren Arbeitgeber besser kennenlernen, etwas zum Thema „Selbstmarketing und Kommunikation“ lernen und auch die Stadt Limburg erkunden können – das war der Wunsch der Limburger Firma Bona GmbH.

Der Eintritt ins Berufsleben ist für Nachwuchskräfte ein großer Schritt. Ein Schritt bei dem sie gut unterstützt werden sollten, damit der Wechsel vom (Schul-) Alltag ins Berufsleben gelingt.

Im Rahmen eines Azubi-Tages am 21. September 2016 half der Business Campus Lahn den Auszubildenden mithilfe eines Seminars, ihre eigenen Fähigkeiten und Stärken zu erkennen und diese im Job erfolgreich einzusetzen. Themen hierbei waren beispielsweise die Erstellung von Stärkenprofilen und ein kleiner Business Knigge.

Die Auszubildenden starteten mit einer Betriebsbesichtigung der Bona GmbH, anschließend ging es mit dem ersten Teil des Seminars in den Räumen des Business Campus Lahn weiter.
Zu Beginn gab es eine Vorstellungsrunde, bei der auch ein persönlicher Werbeslogan entwickelt werden sollte. Hierbei ging es vor allem um das Thema Selbstmarketing. Anschließend wurden die Vorträge in einer Feedbackrunde konstruktiv bewertet.
Danach wurde in einem Brainstorming zusammengetragen, wie man als Auszubildender positiv wahrgenommen wird bzw. mit der eigenen Kommunikation punktet.
Nach einem gemütlichen Mittagessen im Herzen der Limburger Altstadt folgte Teil zwei des Seminars, bei dem es hauptsächlich um das richtige Auftreten und Benehmen gegenüber Kollegen, Vorgesetzten und Kunden ging.
Die Auszubildenden haben nun ein eigenes Stärkenprofil sowie viele neue Erfahrungen im Gepäck, die Ihnen helfen werden, die Zeit der Ausbildung erfolgreich zu absolvieren.

Den krönenden Abschluss des Azubi-Tages bildete eine Nachtwächtertour durch Limburg, bei der es allerhand Neues über die Altstadt und seine Bewohner im Mittelalter zu erfahren gab.

Dienstag, 07.06.2016

Wirtschaftsrat zu Besuch am Business Campus Lahn 

Am 23. Mai 2016 besuchte der Wirtschaftsrat Limburg-Weilburg den Business Campus Lahn.

Bei dem Treffen stellte der Business Campus Lahn den Mitgliedern des Wirtschaftsrates Limburg-Weilburg sein Leistungsangebot vor. WR-Sektionssprecher Breser dankte im Namen der Anwesenden für die Möglichkeit zur Information über das privatwirtschaftliche Angebot aus erster Hand und wünschte dem BCL viel Erfolg für die weitere Aufbauarbeit.

 

Donnerstag, 02.06.2016

Business Campus Lahn ist „QualitätsBetrieb“

Das „Q“ macht den Unterschied – Der Business Campus Lahn erhält die Auszeichnung „Serviceorientiertes Unternehmen“ und kann sich von nun als „QualitätsBetrieb“ bezeichnen.

Qualität wird in der heutigen Gesellschaft immer wichtiger. Gut, wenn Dienstleistungen optimiert werden. Besser, wenn sie zudem noch zertifiziert sind. Am besten, wenn dies nach einem bewährten Qualitätsmanagement-Verfahren geschieht, das Verbesserung auch für alle Beteiligten spürbar macht.

Wir verstehen uns als Bildungseinrichtung mit besonderer Verantwortung für die Region. Dabei ist es uns besonders wichtig, unsere Leistungen zuverlässig und in angemessener Zeit und Qualität zu erbringen.

Unser Auftreten ist freundlich und zuvorkommend. Für unsere Kunden sind wir erreichbar und haben jederzeit ein offenes Ohr für deren Fragen und Wünsche. Auch Beschwerden sind bei uns willkommen. Für uns ist jede Beschwerde ein Verbesserungsvorschlag, aus dem wir lernen und uns verbessern können. Ein Lob ist Bestätigung und Motivation.

Mit dem erworbenen Zertifikat „Servicequalität Deutschland“ haben wir unseren Qualitätsanspruch von einer neutralen Stelle überprüfen lassen. Wir stellen uns dem Anspruch, unsere Qualität stetig zu hinterfragen und jederzeit offen für Feedback und konstruktive Kritik zu sein. Auf diese Weise möchten wir uns weiterentwickeln, unsere Leistung optimieren und so unsere Position kontinuierlich stärken.

Wir freuen uns auch auf Ihr Feedback. Scheuen Sie daher nicht, sich an uns zu wenden.

 

Freitag, 13.05.2016

Business Campus Lahn gründet „Arbeitskreis Datenschutz“

Der Business Campus Lahn hat den Arbeitskreis Datenschutz am 11. Mai 2016 ins Leben gerufen. Der Arbeitskreis setzt sich aus aktiven Datenschutzbeauftragten und IT-Sicherheitsexperten in Unternehmen aus der Region zusammen.

Datenschutz ist ein sehr relevantes und aktuelles Thema in der Wirtschaft. Gerade die neue, ab 2018 gültige EU-Datenschutzgrundverordnung wirft ihre langen Schatten voraus. Doch wird die Thematik in vielen Unternehmen immer noch nicht entsprechend angegangen. Dazu fehlt es oft schlicht an der Möglichkeit, eigene Herausforderungen und Erfahrungen offen in einer geschützten Umgebung mit anderen Datenschutzpraktikern zu diskutieren.

Mit einem Arbeitskreis möchte der Business Campus Lahn eine Plattform zur Verfügung stellen, um dies zu ändern. Einerseits wird über aktuelle Herausforderungen im Datenschutz referiert. Auf der anderen Seite erhalten die Teilnehmer des Arbeitskreises die Möglichkeit, sich untereinander auszutauschen und miteinander über brisante oder drängende Themen zu diskutieren.

Der Arbeitskreis trifft sich in regelmäßigen Abständen und die Mitglieder erhalten ein Zertifikat.

Interview mit Herr Dipl. Inform. (FH) Heun, wissenschaftlicher Direktor des Competence Centers für Informationsrisikomanagement der Allensbach Hochschule, das am Business Campus Lahn angesiedelt ist

Das Wort „Risiko“ beinhaltet den Hinweis auf Gefahren. Welche Gefahren lauern denn, wenn man den PC ganz normal anschaltet und den z.B. Arbeitsalltag startet?

Für den Benutzer eines PC liegen die Gefahren grundsätzlich darin, dass man nach Anschalten eines solchen Geräts nicht mehr die Kontrolle darüber ausüben kann und auch nicht die Kenntnis darüber hat, welche Programme denn tatsächlich vor allem im Hintergrund ausgeführt werden. Vieles wird ja gar nicht auf dem Monitor sichtbar und Schadsoftware tut ihr eigenes dazu, dass dies auch niemals geschieht. Der PC mit seinen Verbindungen ins Internet, aber auch mit den technischen Schnittstellen wie USB-Ports, bietet ein riesiges Einfallstor für Malware. Hier hilft auch nur eine regelmäßige Schulung der Mitarbeiter und damit Benutzer der Systeme, um ein Bauchgefühl für verdächtige Aktivitäten zu entwickeln.

Was passiert im Schlimmsten Falle?

Allgemein betrachtet man immer den Ausfall der IT-Infrastruktur für eine längere Zeit als das einzig relevante Problem. Und natürlich können dadurch im schlimmsten Fall Lieferketten unterbrochen werden, Rechnungen nicht erstellt, Produktionsausfälle hervorgerufen werden und vieles andere mehr. Risiken, die sich aus einem ungenügenden Schutz der Vertraulichkeit von Informationen oder der Manipulation von Daten ergeben, werden oft übersehen oder als nicht relevant abgetan. Dabei sind diese Risiken in vielen Fällen mindestens genauso schwerwiegend wie Verfügbarkeitsprobleme. Das tückische daran ist: In diesen Fällen funktioniert die IT zunächst wie erwartet, das angegriffene Unternehmen bekommt also im Zweifel gar nicht mit was passiert ist. Die Auswirkungen reichen von Reputationsschäden durch geklaute Kundendaten, über finanzielle Schäden durch manipulierte Transaktionen bis hin zu den zuvor in Bezug auf die Verfügbarkeit genannten Produktionsausfällen. So muss z.B. eine Charge Autotüren, die durch Datenmanipulation falsche Spaltmaße aufweisen, unter Umständen neu produziert werden.

Was genau bedeutet „Informationsrisikomanagement“ und wo wird es benötigt?

Wir sprechen zunächst ganz allgemein von einem Informationsrisiko, wenn die Vertraulichkeit, Integrität und/oder Verfügbarkeit von Informationen gefährdet ist/sind. Dies bezieht sich sowohl auf die fortschreitende Digitalisierung, durch die Geschäftsprozesse immer weitreichender durch IT-Systeme abgebildet, unterstützt und damit angreifbarer werden als auch auf Informationen im Allgemeinen, z.B. in Papierform oder während eines Gesprächs. Wer oft mit der Bahn fährt, hat sicher schon unfreiwillig an dem einen oder anderen Vertriebsmeeting teilgenommen oder an dem Diktat medizinischer Befunde durch vielreisende Ärzte partizipiert.

Informationsrisikomanagement beschäftigt sich daher im Wesentlichen damit, Bedrohungen gegen die Informationen von Unternehmen zu identifizieren und daraus Gefährdungsszenarien abzuleiten, die nach Eintrittswahrscheinlichkeiten bzw. Häufigkeiten und den möglichen Auswirkungen bewertet werden. Im Anschluss wird entschieden wie mit dem Informationsrisiko umzugehen ist.

Welche Rolle spielt Informationsrisikomanagement in der heutigen Arbeitswelt?

Die Rolle des Informationsrisikomanagements in der heutigen Arbeitswelt ist sehr unterschiedlich ausgeprägt. Während insbesondere Finanzdienstleister, die in der Regel alle einem Regulator unterstehen, schon früh Druck von außen verspürt und entsprechende Funktionen aufgebaut haben, ist das Informationsrisikomanagement z.B. in der Fertigungsindustrie oft noch ein vernachlässigtes Thema. Aber gerade im deutschen Mittelstand, der weltweit für seine Innovationen gelobt wird, sollte der Schutz dieser Innovationen höchste Priorität besitzen. In der Realität ist es aber leider oft so, dass z.B. Penetrationstests Firmennetzwerke und Fertigungsanlagen regelrecht auseinandernehmen und schnell Zugriff auf alle essentiellen Informationen erlangt wird. Die Notwendigkeit von Informationsrisikomanagement wird aber auch hier durch Informations-sicherheitsvorfälle, das gestiegene Medieninteresse an Cyber-Angriffen und Vorstößen des Gesetzgebers (ITSG) immer präsenter.

Was macht das Competence Center für Informationsrisikomanagement?

Das Team des Competence Center kümmert sich um eine umfassende und ganzheitliche Darstellung des Themas Informationsrisikomanagement. Wir entwickeln eigene Zertifikatsstudiengänge, spezifizieren Seminarthemen zu spezialisierten Einzelthemen, rekrutieren hochqualifizierte Dozenten und koordinieren Projekt- und Forschungsaufgaben gemeinsam mit Unternehmen. Dazu gehören noch Arbeitskreis und Vorträge für den direkten und aktuellen Erfahrungsaustausch.

Ziel ist es, das Competence Center zu einem zentralen Ansprechpartner und eine Kompetenzdrehscheibe zu diesem spannenden und für die Zukunft wichtigen Themengebiet zu entwickeln.

Wie kamen Sie dazu, sich in diesem Gebiet zu spezialisieren?

Ich bin nun bereits seit 30 Jahren in der IT- und Informationsverarbeitung tätig. Dabei habe ich von der Anwendungsentwicklung, dem Softwarevertrieb und der Beratung für die Abbildung von Geschäftsprozesse in IT-Strukturen viele Stationen durchlaufen. Dabei habe ich bis heute immer wieder erfahren, wie wichtig es ist, die Risiken der Informationsverarbeitung frühzeitig zu erkennen und daraus die richtigen Maßnahmen abzuleiten. Dies ist deutlich billiger als im Nachhinein Sicherheitsaspekte in die Systeme und Prozesse zu integrieren, da hier selten homogene und effiziente Lösungen entstehen. Daher habe ich bereits seit 2003 damit begonnen in dem von mir mitgegründeten und bis heute als geschäftsführender Gesellschafter geführten Beratungsunternehmen CARMAO GmbH die Informationssicherheit zu einem Kernthema unseres Beratungsportfolios zu machen.

Gibt es hierzulande ausreichend Fachkräfte, die sich auf diesem Gebiet auskennen?

Es gibt Fach- und Führungskräfte, die sich im Rahmen ihrer langen Berufserfahrung mit diesen Themen intensiv auseinandergesetzt haben und über einen enormen Erfahrungsschatz verfügen. Allerdings wächst der Bedarf an diesem Wissen deutlich schneller, da die weiter fortschreitende Digitalisierung und Vernetzung einen sehr hohen Bedarf an KnowHow zur Risikobeurteilung und der Auswahl und Umsetzung risikomindernder hervorruft. Die Ausbildung und Konzentration auf die Schwerpunkte des Informationsrisikomanagements und der IT-Sicherheit sind absolute Zukunftsthemen und stellen langfristig sichere Arbeitsplätze dar.

Gibt es die Möglichkeit, sich auf diesem Spezialgebiet ausbilden/ weiterbilden zu lassen?

Aktuell gibt es nur wenige Angebote auf dem Weiterbildungsmarkt, die sich auf diese Themen fokussiert haben. Das Competence Center der Allensbach University entwickelt dazu spezialisierte Zertifikatsstudiengänge, die es sowohl Berufsanfängern als auch gestandenen Experten den fachlichen Zugang zu diesen wichtigen Unternehmensaufgaben öffnen. Diese Zertifikatsstudiengänge eignen sich auch sehr gut dazu, die Verantwortung bspw. als Informationssicherheitsbeauftragter oder IT-Risikomanager zu übernehmen.

Zusätzlich wird der Business Campus Lahn im Rahmen des Competence Centers Arbeitskreise und Vortragsreihen organisieren, um aktuelle Themen zu diskutieren und in die betriebliche Praxis zu übernehmen.

Der Arbeitskreis für Datenschutzbeauftragte hat bereits am 11. Mai 2016 begonnen. Weitere Arbeitskreise und Vorträge wie Cyber Security, Compliance im Mittelstand und Business Continuity Management folgen demnächst. Anmeldungen und weitere Informationen befinden sich auf der Website des Business Campus Lahn.